... ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden ...

Ich suche nicht - ich finde. 

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.  Finden – das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewißheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewißheit, in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen
und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt - das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso (1881-1973)

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hik1 new 150x200Der Gott eines jeden ist der Gott aller, aber um diesen Gott zu begreifen, muss jeder von uns seinen eigenen Gott schaffen. Einige von uns suchen Gerechtigkeit, dann können wir nach Gott suchen, der gerecht ist. Einige von uns suchen nach Schönheit, diese müssen wir bei dem Gott Schönheit finden. Einige von uns suchen nach Liebe, dann müssen wir sie bei dem Gott der Barmherzigkeit und des Mitgefühls finden. Einige von uns wünschen sich Stärke und Macht und sie müssen sie bei dem allmächtigen Gott finden.

Das Streben einer jeden Seele in dieser Welt ist anders, anders und für sie einzigartig, und sie ereicht das Erstrebte am besten, wenn sie das Objekt ihrer Suche in Gott findet.

 übersetzt aus "The Belief in God" von Hazrat Inayat Khan (1882 - 1927)

 

über Gott ...

Rumi

Aus einer anderen Welt kommst DU zu uns jenseits der Sterne und des leeren Raums
Rein, transzendent, von reiner Schönheit unvorstellbar.

DU bringst uns die Essenz der Liebe, verwandelst alle, die von DIR berührt.
Die Sorgen dieser Welt, der Kummer, die Probleme sie lösen sich in DEINER Gegenwart.
Die Freude bringst DU mit für Herrscher und beherrschte, für Bauern oder Könige. DU hinterlässt uns dann perplex mit deiner Gnade. Das Böse wird in Gutes dort verwandelt.
DU bist der Meisteralchimist, entfachst das Feuer DEINER Liebe in Herz und Seele jedes Wesens auf Erden und im Himmel.
Durch DEINE Kraft verschmelzen Existenz und Nichtsein. Gegensätze werden eins.
Und alles, was profan, wird wieder heilig.

externMevlana Jelal ud-Din Rumi (1207-1273)
Nachdichtung in Deutscher Sprache aus: "Ich trunken, du verrückt. Wer bringt uns jetzt nach Haus?" von Tawhid Heinz Köhler